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Bamix
 

Pürierte Rüebli für das kleine Geschwisterchen, sämige Gemüsesuppen oder luftige Schoggi-Mousse - wenn es ein Küchengerät gibt, das nicht nur Hobby-Köche seit Kindesjahren kennen, ist es Bamix.
Der Name des  elektrischen Rührstabes setzt sich aus «battre et mixer» zusammen, «schlagen und mixen». Erfunden hat den schlank in der Hand liegenden Küchenklassiker ein Schweizer Namens Roger Perrinjaquet. Anfangs der fünfziger Jahren tüftelte er an einem neuartigen Handwerksgerät für die Küche, das einfach und ohne grossen Kraftaufwand mit einer Hand zu bedienen sein sollte. Auch durch die helvetischen Küchen wehte damals der Wind der Modernisierung, viele Hausfrauen waren es leid, stundenlang Saucen und Pürees von Hand zu schlagen.

Das Patent für den ersten Stabmixer der Welt verkaufte der Erfinder aus Lausanne schon bald an eine kleine süddeutsche Firma namens ESGE, die Veloständer und kleine Elektromotoren produzierte und 1954 den ersten Rührstab herstellte. Nachdem der Stabmixer ein Jahr später auf der deutschen Industriemesse in Hannover der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, war sein Siegeszug durch die europäischen Haushalte nicht mehr aufzuhalten. «Zauberstab» wurde der rührende, schlagend und hackende Mixer später in Deutschland genannt; er schien den Köchinnen geradezu magische Fähigkeiten zu verleihen.
Bis heute wurden rund 12 Millionen Bamix-Rührstäbe verkauft, bis Mitte der siebziger Jahre vor allem in Europa, dann auch in Afrika und Australien, später in den USA und in Asien. In den Küchen rund um den Erdball fand man Gefallen an der Innovation aus der Romandie, mit der sich in Sekundenschnelle fein zerkleinerte Gerichte herstellen liessen. Unterdessen ist der Bamix wieder in Schweizer Hand. Die Rührstäbe werden von der ESGE in Mettlen im Thurgau hergestellt, die übrigens ausschliesslich den Bamix samt Zubehör produziert.

Die Schar der Anhänger des schlagenden und rührenden Mixers wird immer grösser. Setzte sie sich zunächst ausschliesslich aus Hausfrauen zusammen, greifen heute auch Männer zur kleinen Küchenhilfe. Nicht nur emanzipierte Singels in Kleinhaushalten, auch die professionellen Köche in den Grossküchen der Gastronomie rühren längst mit dem Bamix, und selbst in den Kochstudios auf allen TV-Kanälen denken die Fernsehköche nicht daran, ihre Mousses, Farcen und sonstige Veloutés mit der Hand zu schlagen.

Nicht nur als Bühnenrequisit im Theater wurde Bamix schon gesehen, auch in ein Buch mit den 50 Design-Klassikern des 20. Jahrhundertshat es die Rührmaschine geschafft. Das Design des Stabmixery wurde seit den sechziger Jahren, als ihm die skandinavischen Designer und Architekten Graf S. Bernadotte und Acton Bjorn sein typische Aussehen verliehen, kaum verändert. Verteiben wird der Rührstab vorallem im Direktverkauf auf Messen, die wirksamste Form, die Zauberkraft des Bamix vorzuführen. Und wohl auch um den nicht gerade günstigen Preis zu rechtfertigen, müssen doch für das Topmdell 300 Franken ausgelegt werden. Dafür dürfen die Kunden davon ausgehen, den Bamix ihren Kindern vererben zu können. Noch immer sind Geräte der ersten Generation im Umlauf.

Wegzudenken ist die nunmehr 50-jährige Schweizer Erfindung aus den Küchen jedenfalls kaum- trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer in den heute oft hochtechnologischen Küchen auffallenden Einfachheit.

«Es gibt sie noch, die guten Dinge».


 
 
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