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Arcachon - Austernfischen verboten
 
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Arcachon ist für seine Austern weltberühmt. Die ganze Region lebt davon. Doch damit könnte es nun vorbei sein.

 

Damit ists nun vorbei:

In Arcachon isst man am liebsten Austern. Das Meeresbecken bei Bordeaux hat sich damit Weltruhm verschafft. Knapp 70 Prozent der französischen Jahresproduktion werden hier gezüchtet. Die ganze Region lebt von dem Jahrhunderte alten Metier.

Doch seit einer Woche darf keine der glibberigen Meeresdelikatessen mehr über die Ladentheken wandern. Der Grund: Bei einem umstrittenen Test mit Mäusen ist eine Belastung des Austernfleischs festgestellt worden. Das Gift ist unbekannt – ebenso wie seine Wirkung auf den Menschen.

Die Austernfischer hat das Verbot, bereits das dritte binnen 18 Monaten, auf die Barrikaden getrieben: Samstagnacht zündeten sie Holzpaletten vor dem Forschungslabor Ifremer und vor der Präfektur in Arcachon an und demolierten die Rathaustür.

Drei Personen wurden vorübergehend festgenommen. Heute Nachmittag beteiligten sich einige tausend Menschen an einer «Beerdigungsprozession» durch Arcachon, mit der die Genossenschaft auf die existenzielle Bedrohung der 350 betroffenen Unternehmen hinweisen wollte. Zu Mozarts Requiem trugen sie vier Särge durch die Stadt.

«Wenn das Verbot nicht aufgehoben wird, ist der Schaden unermesslich», sagt Patrick Fredieu, der seit 37 Jahren Austern züchtet. Denn werde die Arcachon-Auster, die wegen ihrer Grösse und ihres vortrefflichen Geschmacks weit über die Landesgrenzen hinaus gerühmt wird, ihren Namen verlieren.


Mäuse-Tests

Die Mäuse-Tests sind seit langem umstritten, doch sie sind derzeit die einzige von der EU anerkannte Methode, um Belastungen in Austern nachzuweisen. Seit einer Verschärfung vor zwei Jahren wird während der Sommermonate wöchentlich drei Mäusen Austernfleisch injiziert, selbst wenn sich im Wasser keine giftigen Mikroalgen nachweisen lassen. Sterben zwei der drei Mäuse binnen 24 Stunden, gelten die Meerestiere als belastet, und die Präfektur kann den Handel verbieten. Oft sterben bei den Tests auch Mäuse der Kontrollgruppe. Kein Wunder, sagen die Züchter: Den Tieren werde so viel Konzentrat injiziert, als würde ein Mensch 75 Austern verschlingen.

 
 
 
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