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Jodversorgung in der Schweiz
 
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Die Kochsalzjodierung zeigt sich nach wie vor als sinnvolle Massnahme zur Sicherstellung einer ausreichenden Jodversorgung der Bevölkerung in der Schweiz. Untersuchungen zur Jodversorgung werden regelmässig  durchgeführt.

Jod ist für den menschlichen Organismus ein lebenswichtiges Spurenelement und muss in geringen Mengen mit der Nahrung aufgenommen werden. Jod ist unentbehrlich für eine normale Schilddrüsenfunktion. In der Schilddrüse werden die Hormone T3 und T4 hergestellt, wofür Jod als Baustein benötigt wird.

Diese Hormone beeinflussen den Stoffwechsel, den Wärmehaushalt und das Wachstum. Die empfohlene Tagesdosis für Jugendliche und Erwachsene beträgt 0,15 mg Jod. Jodmengen, die den täglichen Bedarf übersteigen, werden vom gesunden Menschen ohne nachteilige Folgen mit dem Urin ausgeschieden. Ein chronischer Mangel hingegen führt letztlich zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Nach einiger Zeit entwickelt sich eine krankhafte Schilddrüsenvergrösserung (Kropf). Die Folge davon sind erhebliche Beeinträchtigungen von Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Besonders schwerwiegend sind die Konsequenzen während der Schwangerschaft und Stillzeit, vor allem im Hinblick auf eine normale Entwicklung des Fötus, beziehungsweise Säuglings, da die Gehirnentwicklung bereits durch minimalen Jodmangel irreparabel geschädigt werden kann.

Neuere Studien über den Jodstatus von besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen in der Schweiz, wie Frauen und Kinder, weisen entweder auf eine knapp genügende oder knapp ungenügende Jodversorgung hin. Diese Untersuchungen wurden anhand von Jodmessungen im Urin oder der Bestimmung der Schilddrüsenvolumina vorgenommen. Ist der Jodgehalt von einzelnen Lebensmitteln bekannt, so kann anhand der durchschnittlichen Verbrauchsmengen die Pro-Kopf-Jodzufuhr abgeschätzt werden. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Lebensmittel hinsichtlich Jod analysiert. Aufgrund dieser Untersuchungen ergab sich eine tägliche Zufuhr von rund 0,14 mg Jod. Rechnet man noch den Verbrauch an jodiertem Paketsalz dazu, ergibt sich eine tägliche Zufuhr von etwas mehr als 0,2 mg Jod, das heisst, dass die empfohlene Tagesdosis sicher erreicht wird.
Einschränkend gilt jedoch, dass solche Pro-Kopf-Abschätzungen keine Information über die Jodversorgung von Bevölkerungsgruppen mit besonderen Ernährungsverhalten geben.

Werden die einzelnen Lebensmittel etwas genauer betrachtet, leisten Brot (44 %) und Milch (27 %) den weitaus höchsten Beitrag zum täglichen Jodbedarf. Daneben spielen Käse (9%), Fisch (7 %), Gemüse (5 %) und Eier (3 %) noch eine gewisse Rolle.
Die Beiträge von den wichtigen Produktgruppen Obst und Fleisch fallen hingegen kaum ins Gewicht.

Die Untersuchung macht auch deutlich, dass der eigentliche Jodgehalt in den meisten zur Verfügung stehenden Lebensmitteln zu gering ist, als dass damit eine ausreichende Jodversorgung gewährleistet wäre. Der hohe Beitrag von Brot ist einzig und allein auf die Beigabe von jodiertem Salz zum Teig zurückzuführen. Dies gilt auch für Käse, da das ursprünglich in der Milch vorhandene Jod beim Herstellungsprozess grösstenteils verloren geht. Die Ursache für den bedeutenden Beitrag der Milch zur Jodversorgung ist der Einsatz von jodhaltigen Mineralstoffmischungen für landwirtschaftliche Nutztiere. Dabei treten jedoch ausgeprägte saisonale Schwankungen auf, da der Mineralstoffversorgung der Milchkühe im Winter mehr Rechnung getragen wird.

Es lässt sich leicht ableiten, dass bei einem Verzicht auf jodiertes Salz nur noch etwa die Hälfte des täglichen Bedarfs gedeckt wären. Insgesamt muss festgestellt werden, dass die Verwendung von jodiertem Salz eine sinnvolle Massnahme ist, auf die im Interesse einer ausreichenden Jodversorgung nicht verzichtet werden kann.

 
 
 
 
 
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