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Meersalz
 
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"Salz ist das Geschöpf der lautersten Eltern, der Sonne und des Meeres", sagte schon Pythagoras. Die Meere sind eine schier unerschöpfliche Quelle dieses überlebenswichtigen Stoffs.
Als Meersalz darf Koch- bzw. Speisesalz bezeichnet werden, das aus Meerwasser gewonnen wurde. Auf der Packung sollte neben dem Gehalt an Natriumchlorid auch jener an Begleitsalzen, vorwiegend Kalium-, Calcium- und Magnesiumverbindungen, angegeben werden, was aber häufig nicht der Fall ist. Der Gehalt an diesen Mineralstoffen und Spurenelementen ist im Meersalz allerdings derart gering (ca. 2%), dass der Beitrag zur Deckung des täglichen Bedarfs nicht ins Gewicht fällt. Meersalz gibt es auch in jodierter Form.

Was schon die Römer und Griechen wussten
Warum also sollte man Steinsalz einem natürlichen Meersalz vorziehen, zumal wenn dieses nicht nur mit allen nötigen Nachweisen nebst Zertifizierung aufwarten kann, sondern im besten Sinne ganzheitlich gewonnen wird und auch noch besser schmeckt? Das war schon in der Antike bekannt: 
Schon die «Alten» (so benannt bei Plinius.d.Ä. in seiner «historia naturalis», Band 31) unterschieden vielerlei Sorten von «künstlichem Salz», womit sie durch Menschenhand in Prozessen kontrollierter Aufkonzentrierung gewonnenes Meersalz meinten « im Gegensatz zum gemeinen Salz» aus Bergwerken. Auf 20 Seiten berichtet Plinius von zwölf Meersalzqualitäten unterschiedlicher Herkunft zur Behandlung verschiedenenster Gebrechen und geht auch auf das bereits damals hoch geschätzte «flos salis», die Salzblüte oder «fleur de sel», ein, sowie auf gängige Methoden zur Täuschung: So wurde damals Fleur de Sel schon mit zerriebenen Ziegelsteinen rot eingefärbt. (Heute bedient man sich hierzu anderer Mittel.)

In der Antike wurde der Begriff Salz sinnbildich für geistreiche Reden und Einfälle verwendet. Die Griechen nannten kluge und scharfe Ansprachen «hals», die Römer bezeichneten mit «sales» gewitzte Reden. Das Lateinische «salsus» (gesalzen) bedeutete auch witzig und «insalsus» (ungesalzen) soviel wie dumm, «die haben Salz und Anmut», heisst es bei Catull (84-54 v.Chr.) und Cicero (106-43 v.Chr.) schrieb über einen hervorragenden Staatsmann: «Er übertraf alle anderen an Salz und Witzreden.» 
Dass dem Meersalz aufgrund seiner geschmacklichen Qualitäten schon immer der Vorzug gegeben wurde, ist geschichtlich belegt: Die Monopolisten der Vorgeschichte in Sachen Salz, mussten ihren Laden in Hallstatt leider dicht machen, nachdem die Römer mit dem Meersalz ihrer in Latium gelegenen Salinen, die sie den Etruskern abgeknöpft hatten, den Markt erobert hatten. Noch Jahrtausende später war es gängige Praxis, das gewonnene, gereinigte und raffinierte Steinsalz («Kochsalz», 99,9 Prozent NaCl) durch Zugabe von naturbelassenem Meersalz geschmacklich zu verbessern.
 
 
 
 
 
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