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Ernährungslehre --> Fett in der Ernährung
 

Essentielle Fettsäuren
 
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Definition:
Essentiell leitet sich vom lat. essentia = das Wesentliche ab und bedeutet in Verbindung mit Fettsäuren, dass es sich um lebensnotwendige Substanzen handelt. Die Kohlenstoffkette essentieller Fettsäuren liegt immer als cis- und nicht als trans-Konfiguration vor und zeichnet sich durch zwei oder mehrere ungesättigte Kohlenstoffatome aus, d. h. sie ist mehrfach ungesättigt. Charakteristisch ist die Stelle, an der die erste Doppelbindung in der Fettsäurekette, vom Methylende her gesehen, positioniert ist, denn sie ist unverrückbar. Aus diesem Grund spricht man von Omega-6-, n-6- oder g -Fettsäuren, wenn die erste Doppelbindung am 6. Kohlenstoffatom liegt. Entsprechendes gilt für die Omega-3-, n-3- oder a -Fettsäuren - sie haben ihre erste Doppelbindung am 3. C-Atom. Obgleich der menschliche Organismus die essentiellen Fettsäuren in Eigensynthese nicht herstellen kann, könnte er ohne sie nicht funktionieren. Eine herausragende Rolle unter den essentiellen Fettsäuren spielen die Linol- und a-Linolsäure. Sie dienen Pflanzen, Tieren und Menschen als Strukturelement der Zellmembranen und steuern mit den aus ihnen entstehenden Produkten, wie z. B.  Prostaglandinen, Thromboxanen und Leukotrinen, viele lebenswichtige Prozesse im Organismus.
Pflanzliche Öle und daraus hergestellte Margarine sind die besten Lieferanten für Linol- und a -Linolensäure.
Die für den Menschen wichtigste essentielle Fettsäure ist die zweifach ungesättigte Linolsäure aus der Gruppe der Omega-6-Fettsäuren. Der höchste Gehalt an
Linolsäure findet sich in Pflanzenölen (Saflor- oder Distelöl, Sonnenblumen- und Sojaöl) und in Pflanzenmargarine. Die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung gehen bei gesunden Erwachsenen von einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 100 mg Linolsäure pro kg Körpergewicht aus, was in etwa 10 g pro Tag bzw. mindestens 3% der gesamten Energiezufuhr entspricht. Aus Linolsäure kann unser Körper alle anderen Omega-6-Fettsäuren im Rahmen eines exakt definierten Stoffwechselweges durch Einbau weiterer Doppelbindungen und Kettenverlängerung bilden: z. B. die dreifach ungesättigte g -Linolensäure mit 18 C-Atomen, die dreifach ungesättigte Dihomo-g-Linolsäure mit 20 C-Atomen und die vierfach ungesättigte Arachidonsäure mit 20 C-Atomen. Diese Folgeprodukte der Linolsäure haben allerdings ein ganz anderes Wirkspektrum als die Linolsäure selbst.

Für die dreifach ungesättigte a -Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) wird eine tägliche Aufnahme von etwa 1 g oder wenigstens 0,5% der gesamten Energiezufuhr empfohlen. Vor allem Leinöl (55%), Walnußöl (14%), Rapsöl (11%) und Sojaöl (8%) sind reich an a-Linolensäure. Die a-Linolensäure und ihre längerkettigen Folgeprodukte, z. B. die fünffach ungesättigte Eicosapentaensäure mit 20 C-Atomen, sind wichtige Strukturelemente für das Gehirn, die Netzhaut des Auges und die Keimdrüsen.

Eine normale, abwechslungsreiche Kost mit Öl, Margarine und Fisch reicht in aller Regel aus, um einen Mangel an Linol- und a-Linolensäure zu vermeiden. Probleme wie Wachstumsstillstand, Entzündungen der Haut (Haut und gesunde Ernährung), Nervenschäden und Beeinträchtigung der Fortpflanzung können auftreten, wenn z. B. eine künstliche Ernährung keine essentiellen Fettsäuren enthält, oder wenn bei Kleinkindern, die noch sehr schnell wachsen, die Fettaufnahme gestört ist.

 
 
 
 
 
 
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