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Ernährungslehre --> Fett in der Ernährung
 

Fettbildung in der Pflanze
 
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Ohne Pflanzen wäre kein Leben auf der Erde möglich. Mensch und Tier sind auf die Pflanzenwelt angewiesen; denn nur die Pflanzen können aus anorganischen Stoffen (Wasser, Mineralsalze, Kohlendioxid) mit Hilfe des Sonnenlichts die für Mensch und Tier lebensnotwendigen organischen Stoffe (Eiweiss, Kohlenhydrate - Zucker, Stärke - und Fett) aufbauen.

Diese organischen Bestandteile der pflanzlichen Nahrung werden im menschlichen und tierischen Körper durch die Verdauung und weitere sehr komplizierte Stoffwechselvorgänge in Energie, d.h. in Kraft und Wärme, umgewandelt, die zur Aufrechterhaltung des Lebens notwendig sind.

Der Mensch würde ohne ausreichende Zufuhr von Eiweiss, Kohlenhydraten und Fett verhungern. Diese notwendigen Nährstoffe findet er in der Pflanze und in tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern. Doch auch hier werden nur die Nährstoffe genutzt, die das Tier aus pflanzlicher Nahrung aufgebaut und gespeichert hat. Die Abhängigkeit von der Pflanze bleibt.

Die Photosynthese

Die Pflanzen wandeln mit Hilfe der Photosynthese anorganische Salze, Wasser und Kohlendioxid in komplexe organische Stoffe um. Wasser, Mineralsalze und Kohlendioxid sind energiearme Stoffe, d.h. wir können sie nicht verbrennen und Wärme aus ihnen gewinnen. Die Pflanzenerzeugnisse aber wie z.B. Fette, Kohlenhydrate und Eiweiss sind energiereiche Stoffe, die verbrennen und dabei Kraft und Wärme liefern. Im Stoffwechsel der Pflanze wird also beim Aufbau der organischen Stoffe Energie gebunden. Diese kann die Pflanze jedoch nicht selbst erzeugen, sie entnimmt sie einer anderen Energiequelle, dem Licht der Sonne. Das Sonnenlicht ist ein entscheidender Energiespender bei der Photosynthese. Die in den organischen Nährstoffen wie Eiweiss, Kohlenhydraten und Fett gebundene Energie ist gespeicherte Sonnenenergie.

Ebenso wichtig wie das Sonnenlicht ist für den Ablauf der Photosynthese das Blattgrün (Chlorophyll). Erst das Blattgrün ermöglicht es den Pflanzen, die Lichtenergie zu nutzen. Das Blattgrün überträgt die Lichtenergie auf den chemischen Prozess der Synthese:

 

Fettbildung in der Pflanze

Der photosynthetisch entstandene Traubenzucker ist Ausgangsmaterial für die Bildung aller anderen organischen Stoffe, die wir in den Pflanzen finden. In einem sehr komplizierten Umwandlungsprozess wird aus dem Traubenzucker auch die Gruppe der pflanzlichen Öle und Fette gebildet. Diese Umwandlung von Traubenzucker in Fett findet jedoch nicht in den Blättern statt. In den Tagesstunden wird durch die Photosynthese der Traubenzucker in den Blättern gebildet und dort bereits teilweise in kleine Stärkekörper umgewandelt.

Die Stärke wird unter Aufnahme von Wasser für den Transport vorwiegend nachts wieder in löslichen Traubenzucker zurückverwandelt und weitergeleitet, vor allem dorthin, wo Wachstum stattfindet. Ein grosser Teil wird besonderen Speichergewebe zugeführt, den Früchten und Samen der Pflanzen. Hier erst wird der lösliche Traubenzucker in Fett und Öl verwandelt (Dissimilation).

Die Stoffgruppe "Fette und Öle" besteht, wie die der Kohlenhydrate, ausschliesslich aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff, die bereits alle im Traubenzucker enthalten sind. Aus dem Abbau der Stärke, aus den Zuckern bzw. ihren Spaltprodukten werden Glycerin und Fettsäuren gebildet, aus denen Fette bzw. Öle hervorgehen.

So vielfältig die Pflanzen sind, so vielfältig sind auch die Öle und Fette. Fast alle Pflanzen bilden in sehr unterschiedlichen Mengen Öle und Fette. Alle Nahrungsfette sind nach einem einheitlichen Schema aufgebaut. Sie bestehen aus einem Glycerinmolekül, das mit drei Fettsäuremolekülen verbunden ist. Die Fettsäuren (gesättigt, einfach ungesättigt und mehrfach ungesättigt) bestimmen die Eigenschaften und den Gesundheitswert der Nahrungsfette und sind ausschlaggebend dafür, ob ein Fett fest oder flüssig ist.

 
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