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Ernährungslehre --> Fett in der Ernährung
 

Fettresorption
 
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Unter Fettresorption versteht man die Aufnahme von Fetten in die Blut - und Lymphbahnen. Fette sind immer wasserunlöslich. Darum können sie nur nach vorausgegangener chemischer und enzymatischer Umwandlung - hydrolytischer Spaltung -  aus dem Darm resorbiert werden. Die Gallensäuren und Lipasen bereiten dies bereits beim Verdauungsvorgang vor.
Die resorbierfähige Fläche des Darmes ist desshalb so gross, weil die gesammte Innenwand des Dünndarms mir winzigen Vorstülpungen, den sogenannten Darmzotten, dicht bedeckt ist. 2000 bis 3000 etwa besetzen einen Quadratzentimeter. In jeder einzelnen Zotte befindet sich ein feines Netz von Adern. Zwischen diesen fliessen feine, winzige Kanäle und Lymphgänge. Blut und Lymph gelangen so in unmittelbare Nachbarschaft.
Kohlenhydrate und Proteinsplatprodukte werden direkt von den Blutgefässen ünernommen und über die Portader der Leber zugeführt. Das gilt auch für kurz- und mittelkettige Fettsäuren.
Die meisten Nahrungsfette sind aus überwiegend langkettigen Fettsäuren zusammen gesetzt. Ihre Spaltprodukte - Fettsäuren und Glyzerin) - werden bereits in der Darmwand wieder zu neuen Fettmolekülen aufgebaut (Resynthese), die dann jedoch erst über den Umweg des Lymphsystems in Blut gelangen. Die Lymphe ist ganz ähnlich zusammengesetzt wie das Blutplasma. Sie enthält aber weniger Protein, dafür mehr Fett. Der Fettanteil wechselt, er ist von der Fettzufuhr abhängig. Die vielen Fetttröpfchen geben der Lymphe ein "milchiges" Aussehen. Darum heisst der wichtigste grosse Lymphstamm, der unter anderem auch die Lymphe aus dem Dünndarmbereich aufnimmt, "Milchbrustgang". Dieser mündet hinter dem linken Schlüsselbein in die Vene und gibt dort die Lymphe mit dem Fett in den Blutkreislauf ab.
Die Nahrungsfettmoleküle sind Triglyzeride und nach gleichem Schema aufgebaut. Sie unterscheiden sich lediglich nach dem Grad der Absättigung ihrer Kohlenstoffketten (gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren) und nach der Anzahl der C-Atome, d.h. nach ihrer Kettenlkänge (kurz-, mittel- oder langkettige Fettsäuren).Unsere Nahrungsfette bestehen üblicherweise aus langkettigen Triglyzeriden (LKT). Mittelkettige Triglyzeride (MKT) sind Spezialfette, die auch dann verwertet werden, wenn die normale Fett-Verdauung oder der Fett-Transport gestört sind z.B. beim Fehlen der Pankresalipasen.
Langkettige und Mittelkettige Triglyzeride gehen bei der Resorption aus dem Dünndarm unterschiedliche Wege:

LKT
Im Dünndarm werden die Fette von den Säuren des Gallensaftes emulgiert. Dadurch wird ihre Oberfläche grösser und angreifbarer. Durch die Lipase der Bauchspeicheldrüse werden die Moleküle gespalten in Glyzerin, Fettsäuren, Mono- und Diglyzeride. Die einzelnen Bestandteile bilden Gruppen von Einzelmolekülen. Durch die sogenannte Mizellenbildung (Umhüllung) mit Gallensäure) werden die Mono- und Diglyzeride sowie die Fettsäuren für die Darmwand resoptionsfähig gemacht. In den Darmschleimhautzellen (Mucosazellen) erfolgt der Wiederaufbau (Resynthese) zu Triglyzeriden aus den resorbierten Fettsäuren und Monoglyzeriden. Diese neuen Fettmoleküle werden aus dem Darmbereich über das Lymphsystem abtransportiert. Sie münden mit dem Lymphstrom schliessliche in den "Milchbrustgang" und gelangen über die Schlüsselöbeinvene in den Blutkreislauf und über diesen zur Leber.

MKT
Mittelkettige Triglyzeride werden aufgrund ihrer anderen Struktur schneller resobiert. Sie sind in geringer Menge wasserlöslich und haben einen niedrigeren Schmelzpunkt als langkettige Triglyzeride.
Vom Magen aus gelangen die MKT in den Dünndarm. Bei Vorhandensein von Gallen- und Pankreassekreten erfolgt eine Spaltung in Glyzerin, Fettsäuren und Monoglyzeride. Ohne Mizellenbildung werden die Spaltprodukte von der Dünndarmwand aufgenommenm. Fehlen Gallensaft und/oder Pankreaslipase, gelangen die MKT - wie auch die kurzkettige Triglyzeride (KKT) unverändert und ebenfalls ohne Mizellenbildung direkt in die Dünndarmwand.
Unter Einwirkung von Zelllipasen werden sie dort zu Glyzerin und Fettsäuren gespalten und über das Blut der Portader zur Leber weitertransportiert.

 
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