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Kochkunde --> Küchen der Welt
 

Die Küche Italiens
 
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In Europa entwickelte sich auf der italienischen Halbinsel die erste wirkliche Kochkunst. Ihre Begründer, die alten Römer, holten sich einen Teil ihrer kulinarischen Einfälle aus Kleinasien und Griechenland. Gleichzeitig machten sie eine Fülle der im eigenen Land wachsenden Zutaten und Vorräte zunutze. Dank dieser Zusammenwirkung fiel Italien die Rolle zu, Frankreich und allen anderen abendländischen Kulturen das Wesen einer guten Küche und guten Essens zu vermitteln. In der Tat gibt sogar der Larousse Gastronomique, die Bibel der französischen Küche, zu, dass die italienische Küche für alle Länder des westlichen Europa als wahrer Ursprung aller Kochkunst gelten muss.

Die meisten Experten stimmen überein, dass die italienische Küche im Jahre 1533, als Katharina von Medici von Florenz nach Frankreich reiste, um den zukünftigen König Heinrich II. zu ehelichen, zur Ahnin aller anderen wurde. Sowohl Katharina wie auch ihre Verwandte Maria von Medici, die später in ihre Fusstapfen trat und im Jahr 1600 König Heinrich IV. heiratete, brachten eine Anzahl ausgebildeter Meisterköche mit nach Frankreich. Diese kulinarischen Aristokraten kannten die Geheimnisse der raffiniertesten Kochkunst, die bis dahin entwickelt worden war, und überlieferten sie an Frankreich. Sie meisterten die Zubereitung von Zuckerbackwerk und Nachspeisen - von Kuchen, Eclairs und Speiseeis. Die Medici - Köche bereiteten auch zum erstenmal ausserhalb Italiens Gerichte aus heute so vertrauten Gemüsearten wie Artischocken, Broccoli und jenen winzigen Zuckererbsen zu, welche die Franzosen adoptierten und die in der Welt heute als petits pois bekannt sind. Nie zuvor hatten die Franzosen so gut gegessen.

Natürlich konnten sich eine kulinarische Kunstfertigkeit nur sehr langsam entwickeln - sie brauchte etwa 1500 Jahre. Es begann mit den Römern, aber nicht mit jenen, an welche die meisten Menschen denken, nicht mit einer Nation, die sich in üppigen Gelagen und ungezügelten Orgien erging. Diese Vorstellung passt in die Welt der Breitwanddeppen in Brillantcolor, und die Filmemacher Hollywoods und Italiens haben sie entsprechend ausgenutzt. Zur Zeit der Kaiserreiche gab es angeblich nur Feinschmecker. Wie die meisten groben Übertreibungen enthält auch sie ein Körnchen Wahrheit. Aus den Werken eines Pretonius, Juval, Lukian, Martial und anderer römischen Autoren entnehmen wir , dass Pfauen, Flamingos und Reiher in der Tat in ihrem vollen Federkleid, mit dem man sie nach der Zubereitung wieder bedeckte, serviert wurden; dass Wölfe Igel und junge Hunde als besondere Leckerbissen galten; dass Bilche - kleine, den Eichhörnchen ähnliche Nagetiere - in Fässer steckte, in denen sie sich nicht bewegen konnten und für die Tafel mästete. Vor allem auf die Bilche wollten die römischen Offiziere auch in der Fremde nicht verzichten. Bei Umbauten am Antiken Museum in Basel (der ganze Münsterhügel und Umgebung war von römischen Soldaten und dem anhängenden Tross besiedelt) wurden zwei sehr gut erhaltenen Keller ausgegraben, welche unter anderem auch Amphoren enthielten, in welchen diese Bilche nicht nur transportiert sondern auch gemästet wurden.
 
Download Die Italienische Kochkunst
Download Die Geschichte der Italienischen Küche
 
 
 
 
 
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