Print Sitemap Home
  Created by C.I.S. AG - CMS by CFXe
 
Lebensmittelkunde --> Konditoreihilfsmittel
 

Lebensmittelfarbstoffe
 
|zurück|
 

E 102, E 110, E 122, E 123, E 124 - Kennziffern heute zugelassener Lebensmittelfarben: Tartrazin, Gelborange G, Azorubin, Amaranth, Cochenillerot A; alle aus der Gruppe der Azofarbstoffe, welche in grosser Zahl und vielen Farbschattierungen vor knapp einhundert Jahren in den Werkslaboratorien der Farbenfabriken gefunden wurde. Damals auf Teerbasis, heute überwiegend aus Erdöl oder -gas hergestellt. Sie "verschönern" Eis und Pudding, Getränke und Süssigkeiten, Kaugummi und Tabletten, sie sind, im Gegensatz zu den meisten Naturfarben zwar chemisch stabil, lichtecht und billig - gesundheitlich unbedenklich aber nicht.

Dieser Anwendungsbereich für Teerfarben hat Tradition und er zeigt, dass die ersten Erzeugnisse der wachsenden organisch-chemischen Industrie sich nicht darauf beschränkten, lediglich Textilien rot, blau oder gelb einzufärben, sondern zunehmend auch andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Im Verlauf dieser allgemeinen Chemisierung des Alltagslebens haben vor allem die Azofarben eine Vorreiterrolle gespielt.
Ihr anfangs bedenkenloser Einsatz bei der nachträglichen Färbung von Lebensmitteln führt dabei nur besonders deutlich vor Augen, dass die Kenntnis ihrer eigentümlichen gesundheitlichen Risiken der exzessiven Verwendung von Teerfarben stets mit einem Rückstand hinterherhinkte, der sich immer wieder als uneinholbar erwies.

Gefärbte Lebensmittel waren im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts nichts grundsätzlich neues - doch die gerade entdeckten synthetischen Farben zeichneten sich gegenüber den bisher für diesen Zweck verwendeten dadurch aus, dass sie effektiver und zugleich weniger offensichtlich ihren gewünschten Zweck erfüllten, nämlich schlechte, minderwertige oder unansehnliche Nahrung optisch aufzubessern, ihre Verkäuflichkeit zu steigern und so den Verbraucher über die tatsächliche Qualität einer Ware zu täuschen. „Kupfersulfat zum Grünen von Gemüse“, so trug es ein Lebensmittelchemiker 1914 vor, „hat vom Standpunkt des Verbrauchers den Vorteil, vom Standpunkt des Herstellers den Nachteil, dass gelbgewordenes, welkes, überreifes Gemüse damit nicht grün gefärbt werden kann; es wurde daher verlassen und durch andere grüne Farbstoffe ersetzt, mit denen man auch minderwertige Ware auf­fär­ben konnte."

 
Download Weitere Infos auf Pdf-File
Download Orginalgrösse Bild
 
 
 
 
 
 News
 

Knowlegbase Hotel & Gastro formation